klöppeln


klöppeln
Klöppel:
Das aus dem ‹Ost›mitteld. stammende Wort für »Glockenschwengel« (veraltet auch für »Trommelstock, Paukenschläger, Knüppel«) ist eine Bildung zu mitteld.-niederd. kloppen (vgl. klopfen) und bedeutet demnach eigentlich »Klopfer«. Die Form mit oberd. Lautung »Klöpfel« ist heute veraltet. Als im 16. Jh. im erzgebirgischen Raum die kunstvolle Fertigung von Spitzen mittels kugelig gedrechselter Holzstäbchen aufkam, nannte man diese Holzstäbchen wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem Glockenschwengel gleichfalls »Klöppel«, beachte das davon abgeleitete Verb klöppeln und die Zusammensetzung Klöppelarbeit.

Das Herkunftswörterbuch . 2014.

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  • Klöppeln — ist eine Handarbeitstechnik, bei der mittels Klöppel (spindelförmige, meist aus Holz gefertigte „Spulen“) und dem daran aufgewickelten Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt werden. Klöppelarbeit im Heimatmuseum Annerod (Hessen) …   Deutsch Wikipedia

  • Klöppeln — Klöppeln, oder Klöpfeln, verb. reg. act. 1) Vermittelst kleiner Klöppel künstlich zusammen schlingen, flechten, oder wirken. Spitzen klöppeln. Kanten, Schnüre klöppeln. Im Oberdeutschen glöckeln, von Glöckel, Klöppel, im Nieders. knuppeln, Dän.… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • klöppeln — Vsw per. Wortschatz fach. (16. Jh.) Stammwort. Aufgekommen im Erzgebirge für die neue Kunst des Spitzenwebens. Die dabei verwendeten Endstücke haben die Form von Glockenschwengeln (Klöppeln, zu klopfen), was der Technik den Namen gibt. Die… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Klöppeln — Klöppeln, 1) Art Spitzen, Kanten, Streifen u. Blonden von leinenem, baumwollenem od. Nesselgarn (Klöppelgarn, Klöppelzwirn), von Seide, Gold, oder Silberfaden zu verfertigen, indem das Garn zu kleinen Schleifen u. Maschen geschlungen u. geknüpft… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Klöppeln — Klöppeln, die Kunst, aus Seiden , Wollen , Leinen , Gold oder Silberfäden u. dgl. mittels Klöppel in verschiedenen Schlägen durch Flechten oder Schlingen Spitzen, Schnüre, Borten etc. herzustellen; Weiteres s. Spitzen (vgl. auch Handarbeiten). Um …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Klöppeln — Klöppeln, ein Arbeitsverfahren zur Erzeugung von aneinander geschlossenen Gezwirnen, Geflechten und Geweben, bei dem die zu vereinenden, auf kleinen Spulen (Klöppel, Klöpfel) aufgewundenen Fäden, durch in Drehung und Verschiebung bestehender… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Klöppeln — Klöppeln, die Kunst, aus Gespinsten sowie aus feinen Drähten von edlem Metall durch Felchten, Knüpfen oder Schlingen Spitzen, Schnüre etc. herzustellen, geschieht entweder durch Handarbeit oder durch Klöppelmaschinen. Das Hans K. wurde schon Ende …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Klöppeln — Klöppeln, s. Spitzen …   Herders Conversations-Lexikon

  • klöppeln — klọ̈p|peln 〈V. tr. u. V. intr.; hat〉 von Spulen (Klöppeln) ablaufendes Garn um festgesteckte Nadeln nach einem Muster zu Spitzen, Bändern, Litzen usw. verflechten [nach der Ähnlichkeit des Arbeitsgeräts mit einem Glockenklöppel] * * * klọ̈p|peln… …   Universal-Lexikon

  • klöppeln — klọ̈p|peln; ich klöpp[e]le …   Die deutsche Rechtschreibung


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